Milena Moser: Möchtegern

Buch:

Die bekannte Schriftstellerin Mimosa Mein, die viele Jahre zurückgezogen auf dem Land lebte, tritt wieder vor die Öffentlichkeit: als Jurorin einer Castingshow. Dort wird sie mit den Lebensgeschichten von Menschen konfrontiert, die buchstäblich alles riskieren, um berühmt zu werden. Und Mimosa Mein riskiert fast alles, um ihnen dabei zu helfen. Ein mitreißender, witziger Roman über Schreiben und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und die tückischen Zufälle des Lebens.

Autor:

Milena Moser, 1963 in Zürich geboren, arbeitete nach einer Buchhändlerlehre als Journalistin für Radio DRS, mehrere Zeitungen und Magazine, und ist heute eine der erfolgreichsten Autorinnen der Schweiz. Neben Romanen und Sachbüchern schreibt sie Kolumnen, Essays und Kommentare. Nacht acht Jahren in San Francisco lebt sie mit ihrer Familie seit 2006 wieder in der Nähe von Zürich und leitet zusammen mit Sibylle Berg und Anne Wieser eine Schreibschule. Zu ihren bekanntesten Büchern gehören die Putzfraueninsel(1991), Schlampenyoga (2005) und Stutenbiss (2007).

www.milenamoser.com

Meine Meinung:

„Möchtegern“ ist ein sehr humorvolles, leicht geschriebenes Buch mit viel Witz und Biss. Dem Leser werden Einblicke in die Welt der „möchte-gern-Schriftsteller“, den „Wannabes“, gegeben. Wie viele es anscheinend davon gibt und wie sie auf verschiedene Art und Weisen ihren Traum ausleben. Auch blickt man kurz hinter die Kulissen einer TV-Castingshow.

Man lernt nach und nach auf sehr symphatische Weise die einzelnen „Wannabes“ kennen, welche später durch ein schriftliches Bewerbungsverfahren zu der Castingshow, in welcher nach dem neuen Schreibstar gesucht werden soll, eingeladen werden.

Mimosa Mein, die Hauptprotagonisten und Erzählerin, beschreibt sich selbst mit viel Selbstironie. Sie erzählt aus ihrem Leben und wie sie in die Rolle der „Hasbeen“ als Jury Mitglied dieser Castingshow rutscht.

Von 40 vorgeladenen Schriftstellern in spe werden 20 tatsächlich in die Castingshow eingeladen, wie bei DSDS natürlich nicht die 20 besten, sondern auch Lachkandidaten für`s Fernsehen, für die Show. Von diesen 20 Kandidaten werden nur 10 tatsächlich in die Schreibfabrik einziehen, wo sie dann 6 Wochen lang um den Titel „Schreib-Star der Schweiz“ kämpfen sollen.

Für alle Neugierigen, die sich für Menschen interessieren, die mit dem Gedanken spielen gerne Schriftsteller(in) zu werden, ein nettes Buch. Ebenfalls für alle, die gerne etwas leichtes, lustiges für zwischendurch mal lesen wollen, allerdings stimmt meiner Meinung nach das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht (€ 19,90). Für meinen Geschmack ist die Autorin auch etwas zu sprunghaft mit ihren Gedankengängen und daß in dem Buch auch noch eine Art Krimiessenz mit eingebaut wurde machte das ganze dann zu fiktiv. Eine nette Idee ist, daß nach fast jedem Kapitel eine Art SchreibÜbung folgt…

Alles in allem würde ich diesem Buch 3 von 5 möglichen Punkten geben

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